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Hoffnung

Autorenbild: Sanni SieryaSanni Sierya

Aktualisiert: 19. Juni 2020

Wie du wieder zu Hoffnung findest...das ist nicht einfach. Es benötigt sehr viel Motivation, viel Disziplin und der Glaube, das alles besser werden wird- wobei, es braucht auch dein Wissen, das alles nur Fragen der Zeit sind.

Es gibt verschiedene "aussichtslose" Situationen. Der Tod eines geliebten Menschen. Der unüberschaubare Schuldenberg. Dein Kind, welches so krank ist, das eine Heilung unmöglich erscheint. Die Einsamkeit, welche täglich unerträglicher wird. Deine Sucht, die dir dein Leben nimmt. Oder alle Probleme dieser Welt gleichzeitig. Sie sind nur im ersten Eindruck aussichtslos. Keine Situation, kein Problem dieser Welt ist nicht veränderbar. Du bekommst jeden Tag die Chance, es zu verändern.

Ich verlor meine Mama, als ich gerade mal 24 Jahre alt war. Zu jung, um mit solch einer Erfahrung umgehen zu können. Ich war überfordert. Mit diesem Schmerz, der Trauer. Es tat so unendlich weh. So weh, das alle Gefühle nicht mehr zu definieren waren. Ich kann mich heute kaum noch in diese Momente zurück versetzen. Sie wurden einfach irgendwann zu einem Teil meines Lebens, aber sie lassen mich heute noch atmen. Wie man mit dieser Trauer umgeht? Ich weiß es nicht, aber jeder Tag brachte die Besserung meines Zustands. Weil ich mit der Zeit begriff, das meine Mama nie gewollt hatte, das es mir oder meiner Familie schlecht geht. Also lebte ich weiter. Für sie. Sie ist ja bei mir. Ich kann sie nur nicht mehr sehen. Aber ich spüre ihre Liebe, bis heute.

Natürlich kannst du den Tod eines Menschen nicht rückgängig machen, aber du kannst dein Leben so gestalten, das dieser Mensch stolz auf dich ist.

Der unüberschaubare Schuldenberg? Tja auch den kenne ich. Mit dem musste ich noch in viel jüngeren Jahren lernen umzugehen. Ich kenne es, wenn du den ganzen Monat Nudeln mit Ketchup isst, oder bei deinen Freunden schlafen musst, weil es zuhause keinen Strom mehr gibt. Schulden können dir deinen Schlaf rauben und Existenzängste verursachen, die jenseits von Gut und Böse sind. Ich hatte nicht ein paar Hundert Euro schulden. Ich lag im 5- stelligen Bereich und ich zahlte sie ab. Aber ich kriegte die Kurve, bevor mir Pfändungen oder der Konkurs drohte. Auch ich musste vor Gericht, musste mich streiten, verlor meine Nerven. Aber ich schaffte es mit sehr viel Disziplin heraus. Es braucht ungeheuer viel Disziplin. Und ich kam mehr als nur einmal an meine Grenzen. Ich rannte weg, schneller als man mich verfolgen konnte. Aber es holt dich ein. Früher oder später. Je früher du dich stellst, desto besser. Ich lernte eine Sache ziemlich schnell. 99% aller Gläubiger sind auch mit noch so kleinen Raten einverstanden, wenn man sich einsichtig zeigt. Nur so schaffte ich es in die Freiheit. Das war ein harter Weg- man muss zurückstecken. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich hab keine Hilfe angenommen. Doch das habe ich. Nur hätte ich früher nach Hilfe gefragt, hätte ich es vermutlich noch früher heraus geschafft. Aber nichtsdestotrotz- für "schuldenfrei" ist es nie zu spät.

In meinen schlimmsten Momenten, dachte ich immer wieder daran, wie viele Menschen verschuldet sind und wie vielen Menschen es schlechter als mir geht.. Klingt komisch, aber genau das half mir. Nicht zu wissen, das es anderen Menschen schlecht geht, sondern zu wissen, das ich mit all dem nicht allein war. Es gab einige Tage und Nächte, in denen ich nicht mehr weiter wusste und mein Leben über mir einbrach. Aber da gab es auch diese Momente, an denen morgens wieder die Sonne aufging und ich plötzlich wusste, das ich weitermachen muss.

Glaubst du, das es möglich sein kann, das ein Mensch so krank wird, das man ihn nicht heilen kann? Ich nicht.

Ich weiß, das Heilung durch uns selbst geschieht. Ich hab euch doch in meinem Blog "Zurück zu meiner Familie" erzählt, das es mir gesundheitlich nicht gut ging und ich in einem Zustand war, der alles andere als stabil war. Wie durch ein Wunder wurde ich gesund, als ich meinen Vater besuchte. Aber das war kein Wunder. Ich löste eine Blockade in meinem Inneren auf, die mir diese Schmerzen verursachte. Die Blockade, die mir eine Diagnose gab. Was die Ärzte nicht konnten.

Oder wie sollte man sich sonst erklären, das ich ohne weitere fremde Einwirkung und ohne Medikamente gesund wurde? Stunden nachdem ich meine familiäre Situation klärte, verschwanden alle Symptome. Ich denke, es ist unser Kopf, der uns krank macht. Wir haben an die 40.000 Gedanken täglich. Glaubst du, das du sie kontrollieren kannst? Ich hab es versucht. Mit Hilfe von Meditation ist es zu einem gewissen Teil möglich, aber ich denke, jeden Gedanken zu kontrollieren, ist sehr schwer. Hast du mal von dem Spruch gehört "Deine Gedanken formen die Welt?" Der kommt nicht irgendwoher, es entspricht 100% der Wahrheit.

Viele Menschen glauben, ihr Leben sei ihr Schicksal und sie können es nicht verändern. Ich denke, das ist der Grund, warum die Welt ist, wie sie ist. Aufmerksam wurde ich durch das Buch "The Secret". Danke Sanja, das du mir davon erzählt hast. Das Buch begleitet seither mein Leben.

Ich werde in einem folgenden Blog noch erzählen, wie ich es lernte, mein eigenes Leben positiv zu beeinflussen.

In deinem Leben warten Wunder, wenn du erstmal begreifst, wie leicht du es verändern kannst. Ich kam von ganz unten. Mein Leben zeigte sich sich in vielen Facetten:

Ich starb, ohne zu sterben. Ich hatte Momente im Leben, in denen ich nichts mehr hatte. Und mit Nichts, meine ich wirklich Nichts. Keine Perspektive, keine Hoffnung, keine Hilfe, keine Lust mehr zum Leben. Kein Geld, keine Freunde, keine Familie. Nichts. Ich weiß, wie es ist, alleine zu sein. Ganz alleine. Ich weiß, wie es sich anfühlt, sich unendlich leer zu fühlen und nicht zu wissen, was morgen ist. Ich sah jahrelang! die täglichen Chancen nicht, das Leben völlig zu verändern. Ich versank tiefer und tiefer in Schulden. Ich war gerade mal 20 Jahre alt. Mein Leben war am Ende. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon Dinge mit ansehen müssen, die ich wohl nie mehr vergesse. Ich verlor meine damalige beste Freundin- sie starb als ich neben ihr sass.

Es passierten weitere schreckliche Dinge, die ich leider nicht mit euch teilen kann. Zu schlimm waren sie, das ich heute nicht mehr darüber sprechen möchte.

Dann plötzlich kam dieser Mut, die Lebenslust und diese Kraft in mir auf, das ich mir selbst ein Versprechen gab. Niemals gebe ich auf! Dieses Versprechen halte ich erfolgreich bis heute. Heute ist es einfach, weil ich mein Leben um 180 Grad drehte und glücklicher bin, als ich es jemals sonst war.

Aber um glücklich zu sein, benötige ich heute nicht viel. Für mich haben finanzielle Dinge keinen Wert. Ich bin glücklich, wenn ich morgens bei einem Kaffee auf der Terrasse sitze, die ersten Sonnenstrahlen mich erwischen und meine Nachbarn mich mit einem Lächeln begrüssen. Ich lebe heute ein Leben ohne Angst vor dem nächsten Tag. Ich schaue heute in den Spiegel und breche nicht mehr in Tränen aus, weil ich mich selbst liebe. Damals konnte ich meinen Anblick nicht mal ertragen. Ich kam von der Hölle in den Himmel.

Ich kann heute jedem sagen, der gerade sein Leben zu verlieren scheint, DU KANNST ES SCHAFFEN! Ich habe es selbst geschafft.

So etwas wie aussichtslose Situationen gibt es nicht! Erinnere dich immer daran und vergiss es niemals.


Danke für eure Aufmerksamkeit,

Sanni































Ich glaube, ein Punkt ist äußerst wichtig! Du darfst keine Angst haben! Ich kann erklären, wieso das so unheimlich wichtig ist- aber dann würde der Beitrag die normale Lesezeit überschreiten. Bitte glaubt mir eines- habt keine Angst, egal worum es geht. Dieses Gefühl der Angst im Bauch, lasst es nicht aufkommen. Es ist mächtiger, als ihr denkt und es kann noch mehr Schaden anrichten! Warum schaffen es so viele nicht aus ihren Schulden raus? Weil ihr Kopf nichts anderes zulässt. Weil die Angst, sie beherrscht.

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